"Bei uns bleibt niemand sprachlos!"
Das Behandlungsfeld Sprechstörungen lässt sich in die folgenden Bereiche unterteilen:
Bei der Dyslalie handelt es sich um eine Artikulationsstörung. Als Dyslalie wird die fehlerhafte Bildung eines oder mehrer Laute bezeichnet. Es können auch Laut-Auslassungen oder Laut-Ersetzungen auftreten.
Beim Stottern handelt es sich um eine sogenannte Redeflussstörung. Der flüssige Sprechablauf ist zeitweise gestört und unterliegt dabei nicht dem Willen des Betroffenen.
Beim Poltern handelt es sich ebenfalls um eine Redeflussstörung. Die Sprechgeschwindigkeit ist stark erhöht, die Sprechweise überstürzt und undeutlich infolge einer sprachlichen Gestaltungsschwäche.
Bei der Dysarthrie handelt es sich um ein neurologisches Störungsbild, das sich nach bereits abgeschlossener Sprachentwicklung einstellen kann. Das Sprechen ist beeinträchtigt aufgrund einer Störung des motorischen Systems im Gehirn. Der Bewegungsablauf und das Zusammenspiel von Atmung, Stimmgebung und Artikulation ist gestört. Der Dysarthrie liegen hirnorganische Prozesse zugrunde (z.B. Schädel-Hirn-Trauma, Parkinson-Syndrom, Multiple Sklerose).
Die Sprechapraxie als Folge einer neurologischen Erkrankung ist eine reine "Outputstörung". Das heißt, dass nur die phonologisch-phonetischen Leistungen beeinträchtigt sind, also alle Vorgänge im artikulatorischen Bereich, die für die Lautbildung zuständig sind. Die Funktionen Lesen, Schreiben und Sprachverständnis sind bei einer reinen Apraxie völlig intakt.