"Bei uns bleibt niemand sprachlos!"
Das Behandlungsfeld Mundfunktion lässt sich in die folgenden Bereiche unterteilen:
Ein enger Zusammenhang besteht zwischen Artikulationsstörungen und der Funktion der am Sprechen beteiligten Organe, insbesondere Zunge, Wangen und Lippen.
Zudem kann durch eine Zungenfehlfunktion der Erfolg einer kieferorthopädischen Maßnahme beeinträchtigt werden.
Ursachen einer myofunktionellen Störung im Mundbereich können eine eingeschränkte Muskelspannung (Tonus) und Bewegungskoordination der Mundmuskulatur sowie erhöhte oder verminderte Sensibilität im bzw. am Mund sein.
Das Entstehen der Funktionsstörung kann durch falsche Kau-, Schluck- und Lutschgewohnheiten (z.B. Schnuller!) begünstig werden.
Beim Näseln liegt eine Störung des Stimmklanges vor, auch die Aussprache ist häufig verändert. Es handelt sich jedoch weder um eine Stimmstörung i.e.S. noch um einen reinen Aussprachefehler. Je nach Art der Rhinophonie kann entweder die Aussprache sehr verwaschen und undeutlich sein, oder der Stimmklang verändert sich, ähnlich wie beim Sprechen mit stark verstopfter Nase.
In der Regel ist bei einer Rhinophonie die Funktion des Gaumensegels beeinträchtigt, so dass zu viel (= offenes Näseln) bzw. zu wenig (= geschlossenes Näseln) Luft beim Sprechen über den Rachenraum in die Nase entweicht.
Als Ursachen kommen neurologische Erkrankungen (z.B. Bulbärparalysen), organische Veränderungen (z.B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalte) oder funktionelle Störungen in Frage.